Content-Elemente

Das Content-Management basiert auf den folgenden Elementen:

  • Seiten und Seitenvarianten

    Eine Seite kann als "Eintrittspunkt" zur Storefront verstanden werden, wohingegen eine Seitenvariante sozusagen den "Container" darstellt, der den tatsächlichen Inhalt in sich hält. Einer Seite muss mindestens eine Seitenvariante zugeordnet sein; es können auch mehrere Seitenvarianten sein. Die einzelnen Seitenvarianten können eine bestimmte Zeitsteuerung haben, personalisiert werden etc.

    Seiten werden nach folgenden Merkmalen unterschieden:

    • Produktseiten: werden Produkten zugeordnet und nur die zugehörigen Seitenvarianten können abgerufen und modifiziert werden.

    • Kategorieseiten: werden Kategorien zugeordnet und nur die zugehörigen Seitenvarianten können abgerufen und modifiziert werden.

    • Content-Seiten: stellen "statische" Seiten dar wie Seiten für FAQ, AGB oder Impressum; sie sind Laufzeitartefakte, d. h. sie können ohne Entwicklungs- oder Bereitstellungsaufwand erzeugt und wieder entfernt werden.

    • System-Seiten: stellen "funktionale" Seiten dar, wie z. B. Warenkorb, Kasse oder Profilseiten; sie sind Entwicklungsartefakte, d. h. sie können nicht während der Laufzeit erzeugt oder entfernt werden (gekennzeichnet durch ).

    Seiten gehören einem bestimmten Seiten-Typ an, Seitenvarianten einem bestimmten Varianten-Typ. Diese Typen bestimmen vor allem die Struktur (d. h. die Bereiche, siehe unten) der endgültigen Seite in der Storefront und definieren alle Parameter, die für das Rendering der Seite nötig sind. Die Typen können nach Erzeugung der Seiten oder Seitenvarianten nicht mehr verändert werden.

    Je nach Typ benötigt jede Seite oder Seitenvariante bestimmte Konfigurationsparameter, z.B. Verweise zu Kategorien, Bildern oder anderem speziellen Content. In Intershop Studio werden sowohl Parameter für das Rendering als auch für die Konfiguration definiert. Die Werte für die Konfigurationsparameter können im Commerce Management oder direkt in der Design-Ansicht der Storefront bearbeitet werden.

  • Seitenbereiche

    Seitenbereiche kennzeichnen Teile von einer Seitenvariante oder eine Komponente, in die Inhalte (Komponenten) eingefügt werden können. Abhängig von der Art des Seitenbereichs sind zwei Arten von Content-Verbindungen möglich:

    Tabelle 1. Seitenbereich-Komponenten-Zuordnungen
    Typ Beschreibung
    Implizit Seitenbereichen können Content-Komponenten dynamisch zugewiesen werden, d. h. basierend auf impliziten Parametern und Pipeline-Definitionen.
    Explizit Seitenbereichen können Content-Komponenten statisch zugewiesen werden, d. h. basierend auf benutzerdefinierten, expliziten Zuordnungen.
  • Komponenten

    Bereiche sind mit Komponenten zu füllen. Die Komponenten liefern den Inhalt, der tatsächlich auf der endgültigen Seite angezeigt werden soll. Komponenten gehören einem speziellen Komponententyp an, der die Struktur (Bereiche, siehe oben) und nötige Parameter für das Rendering der Komponente definiert.

    Je nach Komponententyp kann eine Komponente bestimmte Konfigurationsparameter benötigen, z. B. einen Verweis zu einem Produkt oder Bild. In Intershop Studio werden sowohl Parameter für das Rendering als auch für die Konfiguration definiert. Die Werte für die Konfigurationsparameter können im Commerce Management oder direkt in der Design-Ansicht der Storefront bearbeitet werden.

    Mit "dynamischen Seitenbereichen", d. h. bei der Verwendung von impliziten Komponenten-Zuordnungen, können alle Komponenten eines definierten Typs automatisch im entsprechenden Seitenbereich angezeigt werden, ohne dass sie vorher explizit zugeordnet wurden.

    Tipp: Commerce Management kann eine Liste der Komponententypen mit Parametern, Seitenbereichen usw. anzeigen, die in einem gegebenen Managementkontext verfügbar sind.
  • Includes

    Ein Include kann als "Eintrittspunkt" für individuelle Komponenten gesehen werden. Es gibt zwei Arten von Includes:

    • System-Includes: sind Entwicklungsartefakte, d. h. ihr Lebenszyklus wird vollständig vom System verwaltet; während der Laufzeit können Benutzer sie lediglich konfigurieren und ihnen Komponenten zuordnen.

    • Benutzergenerierte Includes: stellen ein Mittel zur Definition wiederverwendbarer Sätze an "Anzeigen-Konfigurationen" für Business-Objekte dar; können derzeit durch Katalogverwalter im Zusammenhang mit Katalogkategorien und Produkten erzeugt werden, um spezielle "Ansichten" definieren zu können, oder durch Content-Redakteure mit neuen Ansichtskontexten.

  • Ansichtskontexte

    Ansichtskontexte verbinden Business-Objekte, z. B. Produkte oder Kategorien, mit Seiten oder Includes eines bestimmten Kontexts wie Kategorien durchsuchen oder Kasse. Somit stellen sie eine Umgebung dar, in der bestimmte Objekte auf bestimmte Weise angezeigt werden sollen.

  • Seiten-Templates

    Seiten-Templates sind "Modelle" für Seitenvarianten. Ein Seiten-Template basiert auf einem Variantentyp und definiert somit die Struktur und setzt Parameter für Seitenvarianten, die aus dem Template abgeleitet sind. Seiten-Templates können vorher mit Komponenten "gefüllt" werden (die in den abgeleiteten Seitenvarianten nicht modifiziert werden können) und können Platzhalter beinhalten (siehe unten).

  • Komponenten-Templates

    Komponenten-Templates sind "Modelle" für Komponenten. Ein Komponenten-Template basiert auf einem Komponententyp, definiert somit die Struktur und setzt Parameter für Komponenten, die aus dem Template abgeleitet sind. Komponenten-Templates können vorher mit anderen Komponenten "gefüllt" werden (die in den abgeleiteten Komponenten nicht modifiziert werden können) und können, wenn es der Typ erlaubt, Platzhalter beinhalten (siehe unten).

  • Platzhalter

    Platzhalter definieren bearbeitbare Bereiche in Seitenvarianten oder Komponenten, die aus Templates abgeleitet sind. Wenn vom entsprechenden Typ bereitgestellt, so können Seiten- und Komponenten-Templates ihre Bereiche an die abgeleiteten Seitenvarianten oder Komponenten durch Platzhalter "weiterleiten".